P0558 – Bremskraftverstärker-Drucksensor – Signal zu hoch (OBD2)
P0558 bedeutet „Bremskraftverstärker-Drucksensor – Signal zu hoch“. Die Spannung im Stromkreis des Bauteils (Bremskraftverstärker-Drucksensor) liegt über dem zulässigen Maximum. Bei den meisten Sensoren weist das auf eine unterbrochene Signal- oder Masseleitung hin – das Signal „schwimmt“ auf die Referenzspannung – oder auf einen Kurzschluss nach Plus.
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P0558 auf einen Blick
| Fehlercode | P0558 |
|---|---|
| Bedeutung | Bremskraftverstärker-Drucksensor – Signal zu hoch |
| System | Antrieb (Motor & Getriebe) |
| Fahrzeuge | Generisch OBD2 |
| Schweregrad | Mittel |
| Kann ich weiterfahren? | Ja, wenn sich das Bremspedal normal anfühlt. Ist das Pedal hart und braucht das Bremsen deutlich mehr Kraft, anhalten und das Auto prüfen lassen. |
| Reparaturkosten | 20 € – 400 € |
So funktioniert der Drucksensor des Bremskraftverstärkers
Der Drucksensor des Bremskraftverstärkers misst den Unterdruck im Bremskraftverstärker, damit das Motorsteuergerät sicherstellen kann, dass genug Unterdruck für die Bremsunterstützung vorhanden ist.
Der Bremskraftverstärker nutzt Motorunterdruck (oder eine Vakuumpumpe bei Dieseln und manchen Benzinern), um die Kraft am Bremspedal zu vervielfachen. Ein Drucksensor am Verstärker meldet dem Steuergerät, wie viel Unterdruck vorhanden ist. Ist er zu niedrig, kann das Steuergerät die Drosselklappen- oder Motorstrategie ändern, eine elektrische Vakuumpumpe einschalten oder verhindern, dass das Start-Stopp-System den Motor abschaltet.
Die Codes P0555–P0559 melden Stromkreis-, Plausibilitäts- und sporadische Fehler dieses Sensors.
Ein defekter Sensor kann Start-Stopp deaktivieren oder Warnungen auslösen, aber echter Unterdruckmangel macht das Bremspedal hart – ein Sicherheitsthema.
Bei VAG-Fahrzeugen (VW, Audi, Škoda, Seat, Cupra) zeigen VCDS und ältere VAG-Tester diesen Code auch als fünfstelligen VAG-Code 16942 (P0558) an. Beide Nummern bedeuten denselben Fehler.
Symptome bei P0558
- Motorkontroll- oder Bremswarnung
- Start-Stopp-System funktioniert nicht
- Hartes Bremspedal (echtes Unterdruckproblem)
- Zischen am Bremskraftverstärker
- Oft keine weiteren Symptome
Häufigste Ursachen für P0558 (wahrscheinlichste zuerst)
Profi-Tipp aus der Werkstatt
Funktioniert Start-Stopp nicht mehr, ist der Sensor des Bremskraftverstärkers einer der weniger offensichtlichen Gründe – seinen Wert in den Live-Daten prüfen.
1.Unterbrechung in der Signal- oder Masseleitung
Am wahrscheinlichstenEine lockere Masseverbindung ist eine sehr häufige Ursache.
2.Signalleitung hat Kurzschluss zur 5-V-Referenz oder zur Batteriespannung
3.Defektes Bauteil (Bremskraftverstärker-Drucksensor)
4.Unterdruckleck an Verstärkerschlauch oder Rückschlagventil
5.Schwache Vakuumpumpe
6.Leitungs- oder Steckerfehler
7.Undichte Membran im Bremskraftverstärker
Diagnose Schritt für Schritt
- 1
Bremspedal prüfen
Bei laufendem Motor prüfen, ob das Bremspedal weich und unterstützt ist.
- 2
Signal und Masse prüfen
Bei eingeschalteter Zündung und angeschlossenem Bauteil (Bremskraftverstärker-Drucksensor) Signal- und Masseleitung rückseitig abgreifen. Ein Signal, das auf Referenz- oder Batteriespannung steht, weist auf eine unterbrochene Masse-/Signalleitung oder einen Kurzschluss nach Plus hin.
Multimeter: Masseleitung gegen Batterie-Minus: unter etwa 0,1 V. Signal fest bei ca. 5 V (oder 12 V) = Unterbrechung oder Kurzschluss nach Plus.
- 3
Codes und Verstärkerunterdruck auslesen
Alle Codes auslesen und den Verstärkerdruck in den Live-Daten beobachten.
- 4
Schläuche und Rückschlagventil prüfen
Unterdruckschlauch und Rückschlagventil auf Undichtigkeit prüfen.
- 5
Unterdruck messen
Unterdruck mit einem Manometer messen und mit dem Sensorwert vergleichen.
Multimeter: Typischer Verstärkerunterdruck: etwa 0,6–0,8 bar unter Atmosphärendruck im Leerlauf.
- 6
Ersetzen und prüfen
Sensor ersetzen oder Unterdruckleck beheben und die Bremsen prüfen.
Häufige Fragen
Kann ich mit P0558 weiterfahren?
Ja, wenn sich das Bremspedal normal anfühlt. Ist das Pedal hart und braucht das Bremsen deutlich mehr Kraft, anhalten und das Auto prüfen lassen.
Was kostet die Reparatur von P0558?
Die typischen Reparaturkosten liegen je nach Ursache und Fahrzeug bei 20 € – 400 €. Die häufigsten Lösungen sind: unterbrechung in der Signal- oder Masseleitung; signalleitung hat Kurzschluss zur 5-V-Referenz oder zur Batteriespannung; defektes Bauteil (Bremskraftverstärker-Drucksensor). Bestätigen Sie die Ursache immer mit den Prüfungen oben, bevor Sie Teile kaufen.
Ist ein Code des Bremskraftverstärkersensors gefährlich?
Der Sensorfehler selbst nicht, aber echter Unterdruckverlust erschwert das Bremsen – das Pedalgefühl prüfen.
Warum beeinflusst er Start-Stopp?
Der Motor muss laufen bleiben, wenn nicht genug Unterdruck für die Bremsen vorhanden ist.
Was ist der Unterschied zwischen P0558 und ähnlichen Codes?
P0558 gehört zu einer Gruppe von Codes für dasselbe Bauteil, die sich in Art oder Ort des Fehlers unterscheiden: C0568 – Bremskraftverstärker Magnetventil – Stromkreis Signal zu hoch; C0569 – Bremskraftverstärker Magnetventil – Funktionsfehler; P0555 – Bremskraftverstärker-Drucksensor – Stromkreis; P0556 – Bremskraftverstärker-Drucksensor – Bereich/Funktion; P0557 – Bremskraftverstärker-Drucksensor – Signal zu niedrig; P0559 – Bremskraftverstärker-Drucksensor – Signal sporadisch. Die Prüfungen auf dieser Seite gelten für die ganze Gruppe; die Fehlerart zeigt, wo Sie anfangen sollten.
Verwandte Fehlercodes
- P0557Bremskraftverstärker-Drucksensor – Signal zu niedrig
- P0559Bremskraftverstärker-Drucksensor – Signal sporadisch
- P0556Bremskraftverstärker-Drucksensor – Bereich/Funktion
- P0555Bremskraftverstärker-Drucksensor – Stromkreis
- C0550Unterdrucksensor B – Stromkreis Signal zu hoch
- C054FUnterdrucksensor B – Stromkreis Signal zu niedrig
- C0561Unterdrucksensor A/B – Korrelation
- C054EUnterdrucksensor B – Bereich/Funktion
Diese Anleitung dient nur zur Information. Arbeiten am Fahrzeug können gefährlich sein – lassen Sie das Auto im Zweifel von einer Fachwerkstatt prüfen. Werte können je nach Modelljahr abweichen; beachten Sie stets die Herstellerangaben.